15.06.2018

Internationaler Tag der Gebäudereinigung

650.000 Menschen sehen aus gutem Grund ihre berufliche Zukunft im Gebäudereiniger-Handwerk, denn kaum eine andere Branche ist sozialpolitisch so abgesichert wie diese.

Seit vielen Jahrzehnten haben die gewerblich Beschäftigten Anspruch auf allgemeinverbindliche tarifliche Mindestlöhne und einen ebenfalls allgemeinverbindlichen Rahmentarifvertrag, der u.a. den Anspruch auf 28 – 30 Tage Urlaub, Zuschläge für Erschwernis, Mehr- und Nachtarbeit, Arbeitsfreistellungen uvm. regelt.

Die Mindestlöhne liegen im Westen mit 10,30 Euro weit über dem in Deutschland geltenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro. Die Tarifvertragsparteien im Gebäudereiniger-Handwerk haben im vergangenen Jahr auch beschlossen, bis Ende 2020 einen bundeseinheitlichen Mindestlohn von 10,80 Euro zu erreichen.

Selbstverständlich gelten alle diese Ansprüche auch für die so genannten Minijobber, deren Anzahl in den letzten Jahren in der Gebäudereinigung weiter kontinuierlich zu Gunsten voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigter zurückgegangen ist. Im Übrigen fordert der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) seit vielen Jahren als einziger Arbeitgeberverband die vollständige Abschaffung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse.

Der Tag der Gebäudereinigung, der seit 1990 jährlich am 15. Juni begangen wird, gibt dem Bundesinnungsverband Anlass, auf die guten und verlässlichen Arbeits- und Ausbildungsbedingungen (von der Gesellenausbildung bis zur Meisterprüfung) der Branche hinzuweisen und gleichzeitig zu betonen, dass dieses Handwerk eine Branche mit Zukunft ist.

Erfreulich ist auch, dass das Gebäudereiniger-Handwerk in der zuständigen Berufsgenossenschaft der BG Bau im untersten Bereich der Betriebsunfälle und Berufserkrankungen steht.

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